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Igeler Säule von Zumpft

 Was verbirgt sich hinter der Igeler Säule von Zumpft? Was hatte Goethe mit dieser Säule zu tun? 

Das große Sammlungszimmer Goethes ist mit vielzähligen Gemälden und kleinen Statuen aus Bronze bestückt, doch ein Gegenstand scheint in diesem Raum hervorzustechen. Mit diesem Gegenstand ist die Igeler Säule von Zumpft gemeint. Doch welche Bedeutung steckt in ihr?

Diese Säule ist ursprünglich eine Nachbildung eines römischen Pfeilergrabmals einer ortsansässsigen Tuchhändlerfamilie aus rötlichem Buntsandstein. Das Originalgrabmal stammt aus der Zeit des 3.Jahrhunderts n.Chr. und ist daher sehr alt. Goethe sah das Grabmal 1792 zum ersten Mal. Er war sehr begeistert davon und studierte es bei seinem Aufenthalten in Igel bei Trier. Dieses Grabmal war sehr üppig verziert mit reichem plastischen Schmuck und vielen verschiedenen Motiven. Es diente zur Ehrung verstorbener Familienmitglieder und wurde zum Ruhme der Lebenden errichtet. Der Medailleur Heinrich Zumpft fertigte auf Anregungen des Bildhauers Christian Daniel Rauch eine verkleinerte Nachbildung des Monuments an. 

1829 erhielt Goethe ein Exemplar des ausgeführten Guß der Nachbildung des originalen Grabmals in verkleinerter Form. Als Dankeschön entsendete er einen Brief an den Schenker Johann Jacob Nöggerath.

So kam Goethe zu der Igeler Säule von Zumpft.


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