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Parkarchitektur: Barockgarten vs. Englischer Landschaftsgarten

Als wir im Park waren, wurden wir darauf aufmerksam, dass dieser unterschiedliche Strukturen aufwies. Ein Teil ist in Form eines Barockgartens gestaltet, der andere als englischer Landschaftsgarten. Zuerst gehen wir hier näher auf den Barockgarten ein:

Alle Elemente dieses Gartens sind symmetrisch gestaltet und es gibt eine zentrale Sichtachse, die sich von parallel in regelmäßigen Abständen rechtwinklig und sternförmig schneidenden Wegen umgibt. Die Wege laufen an zentralen Punkten, den "Sternplätzen" zusammen und haben eine Rolle des "Führens". Es gibt immer ein Ziel, dem die Wege folgen, so dass kein Besucher den Garten ohne Plan durchwandern kann. Ausgangspunkt dieser Gartenform ist ein Gebäude. Buchsbaumhecken dienen zur Begrenzung von Beeten und Wegen, alle Bäume, Sträucher, Hecken und Blumenbeete sind in geometrischen, klaren Formen geschnitten. Er besteht aus Treppenanlagen, Kanälen, Grotten, Brunnen und Wasserspielen. Eine Besonderheit sind die exotischen Pflanzen, die extra aus fremden Kulturen eingeliefert wurden.

Im Gegensatz dazu hier die Hauptmerkmale eines englischen Landschaftsgartens:

Er besitzt geschlängelte Wege und Flussläufe, asymmetrische Strukturen sowie ungenutzte und natürlich gewachsene Bäume. Blickfang sind große Rasenflächen auf denen einzelne Baumgruppen stehen und die in wellenartigen Hügeln verlaufen. Man arbeitet mit Nuancen, Kontrasten, Licht, Schatten, Höhenunterschieden und Elementen wie Säulen, Treppen, unbearbeiteten Steinen und Monumenten. Abwechslungsreiche Hauptpflanzenarten sind  Zypressen, Trauerweiden, amerikanische Nadelbäume.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Barockgarten im Unterschied zum englischen Landschaftsgarten sehr geplant und strukturiert wirkt. Durch die Mischung beider Gestaltungsformen fühlten wir uns in den Parkanlagen Weimars "dackel"-wohl.


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