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Ölbild "Landschaft mit Cephalos und Procris" von Bril

 Das Ölbild gibt die Szene aus der Sage von Cephalos und Procris wieder, in der Cephalos seine Gattin Procris durch einen Irrtum mit einem Speer durchbohrt und tötet. 

Die Sage von Cephalos und Procris: 

Die Göttin Eos raubt Cephalos und macht ihn zu ihrem Liebhaber. Aber bald sehnt er sich nach seiner Gattin Procris. Weil Eos beleidigt ist, wirft sie Procris Untreue vor. Um die Treue seiner Gattin zu prüfen, verwandelt sich Cephalos um sie zu verführen. Durch seine Beharrlichkeit gibt Procris nach und Cephalos gibt sich zu erkennen, was zur Flucht Procris' nach Kreta führt. Dort bekommt sie einen unfehlbaren Jagdspeer und einen Hund geschenkt. Cephalos bittet Procris, ihn wieder als Gatten zurück zu nehmen, was sie auch tut. Vor Freude schenkt sie ihm den Speer und den Hund. Da Procris Angst hat, Cephalos hätte noch immer ein Verhältnis mit der Göttin Eos, folgt sie ihrem Mann auf der Jagd in den Wald. Weil Cephalos glaubt, er hätte ein Wild gehört, wirft er den Speer und tötet dabei seine Gattin.

Uns fällt besonders auf, dass das Bild sehr dunkel gehalten und nur ein kleiner Fleck blauer Himmel zu sehen ist. Der Rest ist dunkler Wald, mit Ausnahme der zwei Figuren Cephalos und Procris.

Goethe mochte dieses Gemälde, weil er besonders die klassizistische Kunstvorstellung bevorzugte (das meint unter anderem,  die Figuren sind weniger als handelnde Menschen, sondern eher wie Statuen dargestellt)  und sich für dargestellte Handlungen aus der Mythologie begeisterte. 

Das Gemälde ist im Großen Sammlungszimmer Goethes ausgestellt.


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