Inhalt: Artikel

Johann Peter Eckermann

John Peter Eckermann (1792-1854) war ein deutscher Dichter, enger Vertrauter und Bewunderer Goethes. Um Goethe zu treffen, reiste er 1823 erstmals nach Weimar, wo er schließlich 1854 auch starb, nachdem er 1832 das Bürgerrecht der Stadt erhalten hatte.

Eckermann wurde am 21. September 1792 in Winsen (a. d. Luhe) als Sohn eines Hausierers in ärmlichen Verhältnissen geboren. Doch durch sein zeichnerisches Talent verhalf der damalige Oberamtmann Johann Friedrich Meyer dem jungen Eckermann zu einer schulischen Ausbildung und besserer Kleidung. 1810 wurde er Amtsschreiber und arbeitete in verschiedenen Orten Deutschlands.
Drei Jahre später meldete er sich als Kriegsfreiwilliger. Durch sein Herumkommen während des Kriegsdienstes entdeckte er die niederländische Malerei und entwickelte zu dieser eine tief empfundene Leidenschaft. Bei seiner Rückkehr nach Winsen ist er krank und als er wieder genesen war, begann er eine Ausbildung als Kunstmaler, die er jedoch aufgrund mangelnder finanzieller Mittel abbrechen musste.
Um 1820 beschäftigte er sich nebenbei mit Literatur und arbeitete an seinem ersten Gedichtband, welches 1821 erschien.
Im Alter von 25 Jahren bekam er erstmals Werke von Goethe in die Hand und war gefesselt von dessen Poesie und Literatur. Seinen ersten Gedichtband übersendete er mit einer Gratulation zu des Dichters Geburtstag an Goethe persönlich. Kurz darauf unternahm er eine kleine Rundreise durch Mitteldeutschland und versuchte, sein Idol in Weimar zu treffen, jedoch vergeblich, da dieser sich in Eger aufhielt.
Anschließend wirkte er in Empelde bei Hannover als freier Schriftsteller, wo sein Hauptwerk "Beyträge zur Poesie mit besonderer Hinweisung auf Goethe" entstanden ist.
Im Sommer 1823 reiste er erneut nach Weimar und begegnete endlich Goethe, der sein Manuskript bereits gelesen hatte. Daraufhin begann Eckermann für Goethe zu arbeiten und seine berühmten "Gespräche mit Goethe" zu verfassen.
Goethe und Eckermann wurden zu engen Vertrauten und arbeiteten gemeinsam an des Dichters literarischem Nachlass. J. P. Eckermann erhält jedoch von Goethe keine Bezahlung, sondern Einladungen zu Tisch, zu Ausflügen oder ins Theater. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, war er gezwungen, Engländern Deutschunterricht oder dem Erbprinzen Englischunterricht zu erteilen. Die Rente, die er ab 1842 als Hofrat erhält, ist so gering, dass er "am Hungertuch nagte".
Am 3. Dezember 1854 starb Eckermann krank und vereinsamt in Weimar.
Anders als oft behauptet wird, war er niemals Goethes Sekretär sondern dessen enger Vertrauter und Freund. Als Würdigung erhielt er ein Begräbnis direkt neben der Fürstengruft.

warten...