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Charlotte von Stein und ihr Verhältnis zu Goethe 

Wie wir in unserem Rundgang erfahren haben, stand Goethe im platonischen Verhältnis zu Charlotte von Stein. Unter platonischer Beziehung versteht man, dass die Beziehung auf rein geistiger Ebene basiert und es dabei zu keinerlei körperlicher Nähe kommt.

Zur Geschichte von Charlotte und Goethe:

Charlotte wurde am 25. Dezember 1742 in Eisenach geboren und starb am 06. Januar 1827 in Weimar. Sie war die Hofdame der Herzogin Anna Amalia und eine enge Freundin von Johann Wolfgang von Goethe.

Im Alter von 22 Jahren  vermählte sie sich mit dem herzoglichen Stallmeister von Sachsen- Weimar- Eisenach, Freiherr Gottlob Ernst Josias Friedrich von Stein. Als sie Goethe 1775 kennen lernte, machte sie es sich zur Aufgabe, den jungen ungestümen Dichter hoffähig zu machen. Mit der Zeit entwickelte sich eine gegenseitige Schwärmerei, man spricht sogar von Seelenverwandtschaft. Es kam zu zahlreichen Briefen und Zettelchen, die auf ca. 1700 geschätzt werden. Es wird vermutet, dass die beiden für ihre heimlichen Treffen eine Geheimsprache entwickelt haben. So stellte Charlotte von Stein zum Beispiel eine Kerze in ihr Fenster, um Goethe, der in seinem Gartenhaus weilte, zu signalisieren, dass alle Gäste gegangen seien.

Nachdem Goethe seine zweijährige Italienreise beendet hatte und nach Weimar zurückkehrte, war die Beziehung zu Frau von Stein abgekühlt. Sie war verschnupft darüber, dass Goethe ihr nichts über seine Abfahrt nach Italien verriet. Stattdessen kümmerte er sich nach seiner Ankunft mehr um seine neue Liebschaft Christiane Vulpius und meldete sich nicht bei Charlotte zurück. Daraufhin forderte sie all ihre Briefe und Zettelchen zurück.  Aus diesem Grunde liegen nur die Briefe Goethes vor. 



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