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Die Jünglingsgruppe von Ildefonso

Die bronzierte Gipsplastik von Martin Gottlieb Klauer stammt spätestens aus dem Jahre 1812. Bereits ab Ende 1812 besaß Johann Wolfgang von Goethe diesen Abguss.
Sie ist die Nachbildung einer antiken Marmorplastik aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.
Die originale Marmorplastik befindet sich zurzeit im Besitz des Museo del Prado in Madrid, früher war sie im Besitz der spanischen Königsfamilie im Schloss Ildefonso in Spanien, woher sich auch ihr Name ableitet.
Die Plastik zeigt zwei nackte Jünglinge mit Lorbeerkranz im Haar und im Hintergrund eine weibliche Statuette im antiken Priesterinnengewand mit Kopfschmuck. Der linke Jüngling löscht mit seinem rechten Arm eine Fackel über einem Altar, mit dem linken hält er eine brennende Fackel über seiner Schulter hinter dem Rücken. Der rechts stehende Jüngling stützt sich mit seinem linken Arm auf der linken Schulter des anderen Jünglings ab, in der rechten Hand hält er eine flache, einem Diskus ähnliche Schale. Die Gruppe steht auf einem quaderförmigen Postament. Während der Goethezeit wurde die Gruppe als Darstellung von Kastor und Pollux oder auch als Schlaf und Tod interpretiert.

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