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Bilder - Papierene Fensterscheiben: Ansicht Palermo (Kraus), Ansicht Lipari (Horny), Ansicht Ätna (Horny) 

Diese drei Grafiken, die 1850 von Schillers Sohn übergeben wurden, hängen heute verteilt im Arbeitszimmer des 1805 verstorbenen Schriftstellers.

Die im kurzen Abstand hängenden kollorierten Radierungen, Ansicht von Palermo und dem Ätna, befinden sich direkt an der linken Wand des Arbeitszimmers, rechts vom an dieser Wand eingefügten Ofen. Die dritte Radierung, Ansicht der Stadt Lipari, befindet sich direkt über dem Bett Schillers.

Alle drei Bildansichten entstanden im Jahr 1795 und sind Panoramen Italiens, die Georg Melchior Kraus und Konrad Horny (geb. 1764 gest. 1807)  unter Anleitung von Georg Melchior Kraus (geb. 1737 gest. 1806) geschaffen hat. 

Schiller besuchte nie die Schauplätze seiner Dramen, stattdessen benutzte er die Bilder als Quellen für seine Schriften. Daraus erschließt sich eine von ihm entwickelte Sehnsucht nach Reisen und eine Faszination für süditalienischen Landschaften. 

Durch den gemeinsamen Künstler bzw. Kraus als Vorbild für Horny tragen die Radierungen die gleiche Handschrift. Dies wird vor allem durch helle, eisige Farben und die Darstellung von Schiffen, Meer, Felsen und Bergen, die sich im Vordergrund befinden, deutlich. Eine Gemeinsamkeit, die uns nicht anspricht, ist die umfassende Fülle des Himmels, die fast die Hälfte der Bilder einnimmt. Interessant ist aber im Gegensatz dazu die eingefangene Schönheit der Orte, die durch die Stille und Grenzenlosigkeit mit der Verblassung der Farben zur Bildmitte dargestellt wird. 

Weitere Fragen, die wir uns stellen sind:

Warum wurden immer Küstenabschnitte gewählt?

Warum hat Schiller sich stilistisch gleiche Bilder aufgehängt?             

Hat Schiller die Bilder alle zum gleichen Zeitpunkt oder nacheinander angeschafft?



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