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Illustration zu Goethes "Schatzgräber"

Im Goethe Nationalmuseum in der Abteilung Welt hängt eine Illustration zu Goethes Ballade "Der Schatzgräber", die am 21./22.Mai 1797 in Jena geschrieben wurde.

Goethe versuchte durch die Ballade einen seelischen Tiefschlag zu verarbeiten.

Auf der Illustration (Radierung) ist eine Person zu sehen, die sich inmitten einer Ruine befindet, dabei von einem Engel beleuchtet und von einem Totenkopf angeschaut wird. Der dargestellte Mann sehnt sich nach Reichtum, nicht nur materiell sondern auch ideell. Er möchte seine Seele für Reichtum (auch wieder zweideutig zu sehen) an den Totenkopf (Teufel) verkaufen.

Infolge der Beschwörungsformel, die ihm den Reichtum bringen soll, kommt ein engelartiger Junge, der dem Mann eine Schale reicht, die mit einem Trank gefüllt ist. 

Der Schluss der Ballade ist in wörtlicher Rede verfasst und ist eine Belehrung an den Mann, welche ihn darüber aufklärt, dass man nicht auf andere hoffen darf (wie es Goethe im realen Leben ging) und sich seinen Reichtum selbst erarbeiten muss.

Wir finden, dass die Illustration gut zur Ballade passt. Wenn man jedoch nur das Bild betrachtet, ohne die Ballade zu kennen, versteht man einen ganz anderen Inhalt.


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