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Bauhaus ist Freiheit

 Jeden  Morgen klingelt der Wecker um 6.30 Uhr und man muss aufstehen, um in die Schule zu gehen und sich irgendetwas anzuhören, das einem mal so überhaupt nicht gefällt und vor allem, das man sich nicht ausgesucht und selbst ausgedacht hat. Vielmehr Kreativität war uns am Mittwoch auf unserer Studienfahrt in Weimar erlaubt, wo wir uns intensiv mit dem Bauhaus beschäftigten. Das Bauhaus in Weimar ist eine alte Kunst- und Architektenschule, die für die Arbeit mit Grundformen und –farben steht, und die den Anspruch hatte das 20. Jahrhundert zu gestalten.

Wir entschieden uns dafür eine Aktion im Stadtraum zu starten. Da wir unsere Konstruktion direkt in der Schillerstraße gebaut und aufgestellt haben, zogen wir viele Blicke auf uns und nach einiger Zeit sprachen uns die Leute darauf an, was das denn soll…? Ihnen erklärten wir, was wir uns dabei gedacht hatten. Als Fußgänger hatte man eigentlich fast keine andere Wahl, als durch die Konstruktion zu laufen. Es handelte sich um einen 3m breiten Rahmen, in dessen Mitte ein Türrahmen angebracht wurde. Um den Rahmen herum wurde eine blickdichte Plane gespannt. Über der Tür wurde auf jeder Seite ein Schild angebracht. Auf dem einen stand „Weimar“ auf dem anderen „Bauhaus“. Läuft man nun also in das „Bauhaus“, ist man frei hinzugehen, wohin man will und zu tun, was immer man möchte, ohne Einschränkungen.

Die Idee war die Freiheit der Gedanken beim Gestalten zu zeigen. Schon Oskar Schlemmer, ein ehemaliger Formmeister des Bauhauses, sprach vom  „Schaffen und Gestalten, ohne nach Wert und Unwert, Sinn oder Unsinn, Gut oder Böse zu fragen.“  Auch das Ungewöhnliche, die Irritationen, ebenso wie die Bühnenarbeit mit uns als Mitspieler und der Fußgängerzone als Bühne folgt der Idee, die das Bauhaus zu vermitteln versuchte.   


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