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Deckengemälde im Grünen Salon

Bei dem Deckengemälde im Grünen Salon des Wittumspalais handelt es sich um eine Deckenbemalung, Öl auf Mörtel, die 1775 von dem Künstler Adam Friedrich Oeser gestaltet wurde, bevor Anna Amalia in das Palais zog.

Das Gemälde zeigt mehrere "Mittelpunkte", die aus einer großen Gruppierung und drei kleinen bestehen. Die große Gruppierung zeigt eine Frau mit Helm, die in der griechischen Mythologie Athena heißt. Neben ihr sind noch drei weitere Frauen zu sehen. Athena repräsentiert hierbei als Göttin der Weisheit die Kultur. Gegenüber auf der anderen Seite schwebt eine weibliche Gestalt mit Blumen in der Hand. Sie ist die Allegorie der Natur. 

Die weiteren Gestalten der zwei weiteren Gruppierungen sind Amoretten, die hier die Erotik darstellen.

Das Besondere an der Gestalt der Natur ist, dass man, egal an welcher Stelle im Raum man steht, immer den Hintern und die Füße dieser Figur zu sehen bekommt. Die Gestalt der Natur dreht sich also scheinbar mit.

Das Bild weist keinerlei klare Linien auf, sondern sieht im Großen und Ganzen relativ undeutlich und verschwommen aus. Goethe kritisierte das Deckengemälde, besonders die Darstellung der Natur, so unscheinbar und immer von hinten. Seiner Meinung nach standen Natur und Kultur auf einer Ebene.      

Das Erstaunliche an diesem Bild ist die Größe und Dimension des Freskos. Letztendlich ist dieses Bild sehr imposant , da es einen ganzen Raum ausmalt und damit mit Farbe und Geschichte füllt.



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